Fakten

Was ist Chronischer Schmerz?
Chronische Schmerzen gehören zu den größten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Zehn bis zwanzig Prozent der Bundesbürger leiden unter ihnen – das sind etwa zwölf Millionen Menschen. Akuter Schmerz dauert höchstens zwölf Wochen, Chronischer Schmerz hingegen bleibt. Chronischer Schmerz ist eine Krankheit, sogar eine sehr komplexe. Im Gegensatz dazu sind akute Schmerzen sinnvolle Warnsignale, die der Körper an das Gehirn schickt. Diese Funktion geht durch die Chronifizierung verloren.

Sehr individuelles Krankheitsbild
Jeder kennt Akutschmerz, aber nur Betroffene wissen, was es bedeutet, ein Leben unter ständigen Schmerzen führen zu müssen. Komplex wird die Krankheit Schmerz dadurch, dass sie individuell ist und deshalb nicht einheitlich behandelt werden kann, wie viele andere Krankheiten. Und noch etwas anderes kommt hinzu: Akuter Schmerz ist ein Hinweis auf eine Gewebeschädigung – Chronischer Schmerz lässt häufig keinen Zusammenhang mehr mit den Ursachen erkennen.
Die meisten Schmerzpatienten leiden unter Rückenschmerzen, es folgen Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich sowie Kopfschmerzen.

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Partner und Förderer der Initiative “Wege aus dem Schmerz”

Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL)

Die Deutsche Schmerzliga vertritt die Interessen von Patienten mit Chronischen Schmerzen. Der gemeinnützige Verein wurde 1990 von Patienten und Ärzten gegründet und zählt mehrere tausend Mitglieder.

PD Dr. Michael A. Überall, Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL):

“Chronischer Schmerz ist ein Partner fürs Leben, der andere Partner verdrängt. Wer Schmerzen hat, muss lernen, damit umzugehen. Die Initiative ‘Wege aus dem Schmerz’ soll Patienten zeigen, dass ihre Krankheit real und therapierbar ist.”
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)

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Forderungen

Chronische Schmerzen müssen als Krankheit anerkannt werden. Doch häufig dauert ihre Diagnose zu lange und sie werden nicht angemessen therapiert. Die Initiative “Wege aus dem Schmerz” will dazu beitragen, dass sich dies ändert. Um Schmerzpatienten einen Alltag zu ermöglichen, will sie für mehr Freiheit kämpfen – mehr Freiheit von Schmerz und die Befreiung von Behandlungswegen, die nicht zum Ziel führen. Die “Freiheitserklärung” nennt vier Schritte, die nötig sind, um Wege aus dem Schmerz zu gehen.

 

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